≡ Menü

Wie kann man WordPress Spam verhindern?

Wie kann man WordPress Spam verhindern?

Nachdem ich im vorherigen Artikel die Frage Wie kann ich einen WordPress RSS Feed erstellen? beantwortet habe, gehe ich in diesem Teil der WordPress Artikelserie der Frage nach, wie man WordPress Spam verhindern kann. Mit WordPress Spam hat wohl jeder Blogger schon einmal zu kämpfen gehabt. Deshalb möchte ich euch in diesem Artikel einige Anti Spam Plugins vorstellen aber auch Tipps geben, wie man manuell den Schutz vor Spam erhöhen und WordPress Spam verhindern kann.

Wie kann man WordPress Spam verhindern?

Wie schon eingangs erwähnt, hat fast jeder Blogger schon einmal mit WordPress Spam zu tun gehabt. Bevor ich euch die Anti Spam Plugins vorstelle, möchte ich aber zunächst klären, was überhaupt WordPress Spam ist und welche Unterschiede es gibt.

Was ist WordPress Spam?

Als Blogger ist man bei WordPress von zwei unterschiedliche Arten an Spam betroffen. Zum einen ist da der automatische Spam, der von Skripten und Programmen verursacht wird. Zum anderen versuchen andere Blogger und Blog Leser über das Kommentarfeld ihre Links zu verteilen.

Bei automatischem WordPress Spam werden Spam Kommentare in tausenden Blogs hinterlassen. Diese erkennt man meist an der englischen Sprache ohne Sinn und Bezug zum Inhalt eurer Blog Artikel und einer hohen Anzahl von Links im Kommentar. Automatischer Blog Spam kann relativ leicht von euch oder von Anti Spam Plugins erkannt werden und man ist relativ sicher.

Etwas schwieriger wird es für Anti Spam Plugins bei manuellem Spam. Hierbei hinterlässt ein anderer Blogger oder Blog Leser einen Kommentar mit dem Ziel, die eigene Website oder den eigenen Blog zu verlinken und einen Backlink zu kassieren. Im Gegensatz zu automatischem Spam erkennt man manuellen Spam nicht so leicht.

Maßnahmen gegen WordPress Spam

Anhand der folgenden Kriterien lässt sich prüfen, ob der Blog Besucher nur einen Kommentar hinterlassen möchte oder ob es sich um einen manuellen Spam Kommentar handelt:

  • Ist der Name im Kommentarfeld ein echter Name? Bei Spam Kommentaren werden häufig sogenannte „Money Keywords“ wie beispielsweise „SEO“ bei einem SEO Blog verwendet.

  • Ist die eingetragene URL seriös? Die verlinkte Website oder der verlinkte Blog sollte natürlich grob zu eurer Zielgruppe passen.

  • Ist der Kommentar sinnvoll? Bezieht sich der Kommentar nicht auf den Artikel oder es wurde nur ein „Toller Beitrag“ oder „Interessanter Artikel“ hinterlassen, dann sind das klare anzeichen für manuellen WordPress Spam.

  • Wurden einzelne Wörter im Kommentarfeld verlinkt? Auch mehrere Backlinks im Kommentar deuten auf manuellen Spam hin und können in der Regel gelöscht werden.

Wurde ein zweifelhafter Kommentar hier in meinem Blog hinterlassen, bewerte ich den Kommentar immer nach den genannten Kriterien und entscheide dann, ob der Kommantar in Ordnung ist und zugelassen wird oder direkt im Spam Ordner landet.

Hin und wieder kann es aber auch vorkommen, dass meine Beiträge von Blog Lesern kommentiert werden, deren Kommentar zwar einen Mehrwert bieten, jedoch durch einen untergebrachten Backlink eigentlich als Spam Kommentar gewertet und gelöscht werden müssten. In einem solchen Fall schreibe ich den Kommentar Autor per E-Mail an und frage, ob ich den Kommentar bearbeiten darf bzw. den Link entferne. Meist melden sich die Blog Leser dann auch und stimmen einer nachträglichen Bearbeitung zu.

Kommen wir nun zu den versprochenen Anti Spam Plugins, mit denen sich WordPress Spam verhindern lässt.

Diese Plugins helfen gegen WordPress Spam

Mit den folgenden Anti Spam Plugins habe ich hier auf Blogaufbau.de bereits Erfahrungen sammeln können oder habe diese momentan im Einsatz.

  • Akismet – Mit mehr als 30 Millionen Downloads gehört Akismet zu den populärsten Anti Spam Plugins für WordPress. Ich hatte das Plugin lange im Einsatz. Allerdings bin ich aus zwei Gründen auf eine andere Anti Spam Lösung umgestiegen. Zum einen ist Akismet nicht wirklich kostenlos. Zum anderen gibt es seit langem datenschutzrechtliche Bedenken gegenüber Akismet, da zur Abwehr von Spam Benutzerdaten gesammelt und zentral verarbeitet werden.

  • Antispam Bee – Mit rund 1 Millionen Downloads ist Antispam Bee zwar nicht ganz so populär wie Akismet, jedoch braucht sich das Plugin nicht zu verstecken. Antispam Bee ist ein Anti Spam Plugin vom deutschsprachigen Autor Sergej Müller. Ich hatte das Plugin einige Monate im Einsatz und habe damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Plugin wird seit 2009 aktiv weiterentwickelt und bietet rund 20 Funktionen, die untereinander kombinierbar sind und der aktiven Spam bekämpfung dienen. Zudem werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Antispam Bee ist übrigens kostenlos, werbefrei und selbst eine Registrierung ist nicht notwendig.

  • CleanTalk – Ein relativ unbekanntes Anti Spam Plugin ist CleanTalk. Das Plugin schützt euern Blog nicht nur vor Spam Kommentaren, sondern auch vor unerlaubten Anmeldungen, Kontaktformular Spam oder auch Spam Registrierungen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Funktionalität des Plugins mit den gängigen Caching Plugins getestet wurde.

Manueller Schutz gegen WordPress Spam

Es gibt noch einige manuelle Vorkehrungen, die man als Blogger treffen kann, um WordPress Spam zu verhindern. Zum einen wäre das eine Einstellung im WordPress Backend unter Einstellungen > Diskussion.

Unter dem Abschnitt Bevor ein Kommentar erscheint findet man die Option Der Autor muss bereits einen genehmigten Kommentar geschrieben haben. Dort sollte man ein Häkchen setzen und somit diese Funktion aktivieren. Damit werden nur Kommentatoren automatisch freigeschaltet, die schon mindestens einen freigeschalteten Kommentar vorzuweisen haben. Besser noch, man bestätigt jeden Kommentar manuell.

Auch kann man auf derselben Einstellungsseite unter Kommentar Blacklist noch Wörter, Namen, E-Mail Adressen oder IPs einträgt, bei deren Auftreten der betreffende Kommentar entweder immer moderiert oder sofort als Spam gekennzeichnet werden soll.

Weitere Fragen zum Thema WordPress

Neben der Frage wie man WordPress Spam verhindern kann, gibt es natürlich noch viele weitere Fragen zu WordPress. Mehr dazu findet ihr in der Artikelserie: Häufig gestellte Fragen zu WordPress

0 Kommentare… add one

Hinterlasse einen Kommentar